Theoria cum Praxi.

Meine ehrenamtliche Tätigkeit als Beauftragter für Marketing und Digitalisierung im Berufsverband Deutscher Soziologinnen und Soziologen (BDS)

Organisierte Praxissoziologie und ein Netzwerk von Soziologinnen und Soziologen in ganz Deutschland als Sprungbrett in die Berufspraxis für Studierende

Seit 1976 haben sich bundesweit Soziolog/innen und Sozialwissenschaftler/innen im BDS zusammengeschlossen, um sich miteinander zu vernetzen und auszutauschen, um gemeinsame Interessen öffentlich zu vertreten und um das Bild der Profession in der Öffentlichkeit stärker zu verankern. Weil Sozialwissenschaftler/innen das Zusammenleben von Menschen untersuchen, generieren sie anwendbares Wissen für nahezu jeden gesellschaftlich relevanten Bereich. Dieses Wissen kann für jede Form menschlicher Gemeinschaften positiv und erfolgreich genutzt werden. Daraus ergeben sich viele Tätigkeitsfelder für die Mitglieder des Verbandes, denn: Jedes Miteinander ist Gegenstand der Soziologie.

Es ist nicht nur die Erinnerung an das eigene Soziologiestudium, die mir hilft, wenn ich mit den Studierenden von heute zu tun habe. Mein Ziel ist, mich selbst als Teil der Praxissoziologie für die Gestaltung der Digiitalisierung zu verstehen und den Studierenden den BDS als Startpunkt für die Entwicklung von weak ties und schon im Studium für sein berufliches Netzwerk zu empfehlen. Die Vorteilezu nutzen, die eine Mitgliedschaft für Soziolog*innen bietet.

Gute Zusammenarbeit mit engagierten "Personalentwicklern" an der Universität Kiel

Datenkontextinkompetenz der Digitalen Elite kompensieren zu können, das ist die Schlüsselqualifikation der Praxissoziologie.

Do not panic.

Online Präsentationen halten - das sind so neue Kompetenzen, die die Weiterbildung trotz Corona und wegen dem Megatrend Digitalisierung der Globalisierung  - erfordert. Und hier wie in der Datenökonomie geht oft etwas verloren, was man wohl Kontext, Feedback, face-to-face- , die Möglichkeit des Eingehen auf das gegenwärtig vor sich hin hörende oder zu sehende Publikum nennen kann. Was fehlt? Die Möglichkeit alert, schlagfertig zu sein, auf Stimmungen und "Vibes" aus dem Publikum einzugehen. Nutztja nix. Also machen wir einfach das Beste draus. Verbünden wir uns mit dem Publikum, versuchen wir parasoziales Vertrauen zu wecken, und bleiben se Mensch. Denn - trotz drölfzig Anwendungen und formaten, wird genau vor dem Beginn, eine technische Unpässlichkeit, Netzschwankung oder ein Button, der da sein müsste, aber gerade nicht da ist, nerven. Zeit kosten. Und damit es einfach nicht mehr ermöglichen die gut zu recht gelegte Inszenierung wie geplant zu beginnen. So wie heute morgen beim Online Vortrag , glänzend vorbereitet von den beiden Dozenten Rouven Keller und Philipp Marquardt von PerLE und vor Studierenden an der Uni Kiel.  

Wanted:

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Datenkontextkompetenz Händeringend gesuc
Microsoft Power Point Präsentation 16.1 MB

Wenn ein Praxissoziologe zu angehenden Sozioökonomen via Zoom spricht, sollte er gut vorbereitet sein.

Am 24.April habe ich auf Einladung von PerLe einen Online Vortrag vor Studierenden des Bachelor Studienganges Sozioökonomik der Universität Kiel gehalten. Das Format stellt eine Herausforderung dar, denn die sonst gewohnten Möglichkeiten beim Vortrag vor Publikum dort Feedback über das Gesagte oder Gezeigte zu bekommen, sind durch die Wahrnehmungsfähigkeit beim Online Vortrag begrenzt. Erfordert Übung und deutlich mehr Feedback Schleifen einzubauen, denn während der Präsentation ist die Rückmeldung an den Vortragenden begrenzt. Es ist schwierig alles im Blick zu haben, das Script, das eigene Bild auf dem Monitor und die Zuhörenden, als kleine Bildchen auf dem Monitor. Gefühl?  Man spricht und zeigt ins All. Danke für diese spannende Erfahrung mit einem digitalen Medium einen Erstkontakt zu fremden Kulturen zu haben. 

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Was sind die Vorteile und Alleinstellungsmerkmale –also der Marktwert - von Sozioökonomen in der digitalen Arbeitswelt heute ?
BDS Online Vortrag Uni- Kiel April 2020.
Microsoft Power Point Präsentation 8.6 MB

""Faszination der fremden Freunde"

"Faszination des Fremden" Ein Interview mit der Journalistin Florence Anne Kälble zur Soziologie von sozialen Netzwerken allgemein und Facebook und anderen sozialen Plattformen im Internet im Besonderen.

Als Soziologe im Berufsverband deutscher Soziologinnen und Soziologen (BDS) und als freiberuflicher Berater ist es meine Aufgabe mich  sowohl mit der automobilen und der  digitalen Gesellschaft soziologisch und in der Praxis zu beschäftigen.  Ein Beleg dafür ist der Beitrag auf heute.de - hier der Link  " Soziale Netzwerke- Faszination für das Fremde"  , in dem ich die Frage nach der Faszination von und dem Nutzen von sozialen Netzwerken allgemein und von sozialen Plattformen wie Facebook im Besonderen in einem Interview mit der Journalistin Florence Anne Kälble erläutern durfte. Neben diesem gekürzten Interview auf heute.de das am Ostermontag 2018 erschienen ist , gibt es noch eine deutlich längeres fast 25 - minuetige Langfassung des Interviews, dass ich als Mitschnitt dieses Gespräches, dank der Erlaubnis des ZDF nun zum Download als Audiodatei  im Windows Media Video Format anbiete.  Denn hier werden soziologische Forschungergebnisse zu sozialen Netzwerken genannt, z.B. von Stanley Milgramm, Castells oder Duncan Watts Arbeit "Six Degrees" . Ich möchte mich noch einmal ausdrücklich bei Frau Kälble und dem ZDF im Namen des BDS, des BSÖ und der Soziologinnen und Soziologen, die damit einen tollen Service bekommen, bedanken. 

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Mitschnitt des Interview mit Florence Anne Kälble
Dieser Mitschnitt ist die Langfassung des Interviews, dass in gekürzter form am Ostermontag 2018 auf heute.de erschienen ist.
Interview heute.de.WMA
Windows Media Video Format 22.1 MB

Von dem, was ich lernte

Die spätere Berufsaussicht war auch in meinem Studium aber bei mir kein Thema. Untergruendig aber irgendwie nicht auszusprechen. Heute weiss ich, warum: Von dem Sponti- Spruch : "Du hast keine Chance, aber nutze Sie!"  inspiriert, vertrauten wir in den  80` er Jahren wohl eher darauf, dass sich da im Laufe der Zeit schon eine Gelegenheit für einen Berufseinstieg für Soziologinnen und Soziologen mit dem richtigen Bewußtsein für eine Systemänderung irgendwann und irgendwie ergeben würde. Und für meine Generation kamen sie sie dann auch.  Nach der Wende und dem Anschluss der DDR an die uns so verhaßte BundesRepublikDeutschland - also nach der Wiedervereinigung und der "Wende" unter Kanzler Kohl. Doch mein Interesse an einem Job an der Uni war damals sehr gering.

 

Aber der Rollenwechsel vom Studenten zum Dozenten und schließlich zum Professor, der interessierte mich damals schon. Erinnert sich ein Professor an diesen  Wendepunkt? Was verdrängt er? Kann und will er diese  aus der Erinnerung heraus gegenüber einem Studierenden, der ihn ausfragt, benennen?  Ich hatte dazu Professoren aus unterschiedlichen Disziplinen ausgewählt. Generell gab es ein Unbehagen bei den Professoren, hier von einem Studenten zu ihrer Karriere soziologisch ausgeforscht zu werden. Die Motive und Gründe, die dazu geführt haben, dass man jetzt ein Professor ist, das waren für manche wohl ganz heikle Punkte in Ihrer Karriere, denn kaum einer hatte es offensichtlich jemals vorgehabt eine Beamten-  Karriere als Professor zu machen. Entweder wurden die Befragten von außen ermutigt, erkannten eine Gelegenheit oder spürten irgendwann eine Berufung zur Lehre. Angeregt durch den Doktorvater nach der Promotion oder in diesem Prozess, sie führten ihre Karriere entweder auf besondere studentische Leistungen oder ihre Promotion zurück. Sie machten die guten Beziehungen zu Ihren Professoren dafür verantwortlich. Ich schloss daraus, dass der Habitus der Professoren sehr oft eine Identifikation mit ihrem bewunderten Ziehvater in der Akademie zusammen hing. Entweder imitierten Sie deren Art zu lehren, oder entwickelten sich in dessen Fußstapfen oder deren Protektion zu deren Gegnern. Psychologisch interessant, aber letztlich uninteressant, wenn man wie ich dieses Gefühl nirgendwo hatte. Natürlich gab es Professoren und auch Dozenten - witzigerweise vor allem Männer- die einem etwas auf den Weg mit gaben.  

Weder war ich in einer politischen Seilschaft, noch war eine Anschlussmöglichkeit über Stiftungen oder Auslandsaufenthalte im Bereich des Vorstellbaren oder ein Professor als Ziehvater für mich vorhanden.                                                                                                                                                                           

Die berufliche Zukunft schon im Bachelor oder Master Studium im Blick zu haben, das kommt keinem in den Sinn. Denn dafür gibts keinen Schein.

Es klingt banal, doch Soziologie qualifiziert für Vieles außerhalb der akademischen Welt, nur sagt einem das einfach keiner im Studium. Mir jedenfalls war der Wert des Studiums der Soziologie und mein Magister in Soziologie nicht klar. So dauerte es auch geraume Zeit, bis ich diesen Wert des soziologischen Blickes für eine Karriere überhaupt ansatzweise erkennen konnte. Es gibt dort aber einen roten Faden. Er begann bereits im Studium. 

 

Dazu ein wenig nüchterne Zahlen aus der Empirie von Absolvent*innen Studien:  1 5 % aller Absolventinnen und Absolventen des Studienganges Soziologie bleiben an der Universität als Dozenten und davon schaffen es wenige mit Promotion dann auf eine Professorenstelle zu hoffen.85 % kommen dort an der Uni später überhaupt nicht mehr unter. Sondern müssen sich auf dem freien Arbeitsmarkt mit anderen um den Platz in einer von digitaler Transformation erfassten Arbeitswelt behaupten.

 

Die gute Nachricht, falls Du zu Ihnen gehörst:

 Sozialwissenschaftler und Sozialpädagogen kommen in den Himmel, Soziolog*innen kommen überallhin." 

 

Sie werden weniger schnell arbeitslos und sie bleiben auch nicht sehr lange ohne ein Beschäftigungsverhältnis.

 

     

 

Vom Teeseminar bei Prof. Dr. Hans Joachim Krüger und einem Besuch bei Jürgen Habermas

Ich habe von 1983-1990 an der Justus- Liebig Universität Gießen Soziologie, bei einem der beliebtesten deutschen Soziologen, Prof. Hans - Joachim Krüger studiert, an dessen "Teeseminaren" immer nachmittags teilgenommen, u.a. dadurch die Theorie des kommunikativen Handelns wirkklich von vorne bis hinten gelesen und sogar Jürgen Habermas zusammen mit ein paar Mitstudenten in Frankfurt besucht. Er hat uns seine Interpretation seiner Theorie in einem persönlichen Gespräch gegeben, hat sich dafür zwei Stunden Zeit genommen, um unsere Fragen an die "backsteindicken" zwei- bändige Theorie des kommunikativen Handelns zu beantworten. Vaterfiguren. Autoren von Büchern, die sich mit der Rolle von Studierenden und Studeinabbrechern beschäftigten.. .  

 Mit ihnen gelang es mir eine professionelle Distanz zum Thema Was wird später aus mir  auch über das später und das Was ist nach der Uni?  zu entwickeln. Du hast keine Chance, aber nutze sie. 

 

Wir nutzten daher andere sich uns bietende Gelegenheiten für einen Einstieg in die Arbeitswelt und die lagen auf dem Gebiet der Jugendarbeit und der Sozialarbeit oder irgendwas mit Kultur- und Stadtteilarbeit : So nutzte ich die Chance mich in der Jugendarbeit als Teamer in meiner Heimatstadt zu engagieren, dort wirkte ich dann einmal angekommen gleich auch zusätzlich an einigen lokalen Zeitungsprojekten mit. Als zorniger junger Mann sprang ich dann auf den Zug der damals sich entwickelnden alternativen Stadtzeitungsprojekte (u.a. dem Lahn- Dill Boten) auf. Ich lernte dabei mit den ersten "Sigma" Layout Programmen dann das Zeitung machen am Computer und erkannte meine wichtigste Aufgabe, denn die wollte keiner machen. Der Vertrieb von Anzeigen und die  PR für  Aktionen z.B. im Gerichtssaal zu machen, weil dort die Redakteure wegen einem "alle Soldaten sind Mörder- Zitat vor Gericht standen. Dieser bundesweit in den Medien beachtete Prozess zeigte mir die ersten Chancen für meine spätere Arbeit in der Gegenöffentlichkeit als Möglichkeitsraum auf. Hinzu kam die Arbeit bei der Gründung eines kommunalen Kinos (Kino 4). Durch das Studium kamen dann die ersten Versuche zu einer ersten groß angelegten Reflexion  über den Habitus der Studenten an der Universität, die ich mehr besuchte, als ich ihr wirklich angehörte.

 

Ein Praxisprojekt in Gießen 

 

Zusätzlich habe ich dann die Chance genutzt und an einem Praxisprojekt, einem lokalen Lehrforschungsprojekt zur Geschichte der Universität Gießen von 1918-1933 von Prof. Dr. Bruno W. Reimann eine Zeit lang teilgenommen.Diese Arbeit führte mich in Archive von Zeitungen und in das Document Center in Berlin, aber auch zu den ersten Erfahrungen mit öffentlichen Reaktionen auf unliebsame störende wissenschaftliche Studien. (Hier ein Link zu seinen Arbeiten u.a. Frontabschnitt Hochschule:http://swbplus.bsz-bw.de/bsz266388647rez.pdf;jsessionid=52FD711B390DF24AF69E2078098589AD?1414811435043 - Mehr dazu findet sich auf der Homepage von Prof. Dr. Bruno W. Reimann: http://www.bruno-w-reimann.de/   http://www.bruno-w-reimann.de/arisierungen-in-gie%C3%9Fen/  )

 

Die Rolle der Universität innerhalb einer Region, die Netzwerke, die hier geknüpft werden, das war schon faszinierend, doch im Zuge der damals einsetzenden ersten Debatten um Männerollen stieß ich dann auf die Arbeiten von u.a. Norbert Elias und anderen Sportsoziologie Arbeiten zum Verhalten von Fußballfans und hier fand ich alles, was man für eine gute Abschlussarbeit braucht. ...

Doch es kam alles ganz anders.

 

Aus dem ursprünglichen Plan meine Magisterarbeit über Männerbünde wie Fußballfans zu schreiben, wurde leider nichts, da Prof. Hans Joachim Krüger, den ich als Mentor für dieses Thema gewonnen hatte, leider vorher plötzlich verstarb.  So konnte ich aus der Projektarbeit und einer erschwerten Recherche der Studentenkarteien der Universität heraus, dann  meine Magisterarbeit habe ich über "Die Studentenpolitik von 1918-1933 -dargestellt an der  Universität Gießen" schreiben. Im Rahmen dieser Recherche für die Magisterarbeit und in der Mitwirkung im Forschungsprojekt war mir aufgefallen, dass die Rolle der Studenten und ihre Politisierungsprozesse damals in der Zeit der Weimarer Republik und während der NS- Zeit, aber auch in der Nachkriegszeit und den wilden 68 er- Studentenbewegungen offensichtlich sehr stark geprägt werden durch starke oder schwache Identifizierungen und schwache oder starke emotionale Beziehungen zu ihren Professorinnen und Professoren. Deren Netzwerk und ihr wille es zu aktivieren, Chancen zu verschaffen, ist der Beginn der akademischen Karriere. Aber auch wenn man außerhalb der Universität Karriere machen will. . 

 

 

 

 

 Zu meiner Studienzeit schrieb man Referate und Arbeiten aus zusammenkopierten Texten (man musste immer genügend Kleingeld für die Kopierkosten haben) oder aus den Büchern das Erlesene direkt ab. Exzerptiert und hopp. Ab in die Karteikarten. Der Apparat wuchs. Man verbrachte zusätzlich seine Zeit in der Fach - Bibliothek, oder der großen Uni- Bibliothek, oder in der dort angeschlossenen gewerblichen Fachbuchhandlung, die bei uns wegen der dort zu kaufenden Bücher nur die "Flachbuchhandlung" war.  Vor meinem Examen und mit dem Thema Irgendwas mit "Soziologie der Universität 1918- 1933"  im Kopf, entdeckte ich den Artikel "Das Leben der Studenten" im Buch "Illuminationen" von Walter Benjamin. Das war der Eye opener, der dann mit weiterer soziologischer Theorie ausgefüllt wurde. Hinzu kam die Entdeckung des Habitus von Studierenden, eine Arbeit ueber Studienabbrecher. Aus dem  kleinen Aufsatz von Walter Benjamin entwickelte sich zunächst das Vertrauen, das Abschlussthema der Masterarbeit im Hauptfach Soziologie zu meistern und damit "Soziologische Aspekte der  Studentenpolitik von 1918 -1933 - dargestellt am Beispiel der Justus -Liebig Universität Gießen" zu (be)schreiben. Ein erster Brückenschlag vom gestern ins Heute. Von den Burschenschaften, über die 68 er bis zur Reflexion des eigenen Studierendenhabitus.Daraus ist eine bis heute aktualisiert gehaltene grundlegende Kritik am Lernen und dem Lehren der Soziologie an der Universität entstanden.

 

Praxissoziologie im Denken und Handeln - Theoria cum Praxi. 

 

                                                                                                                                                                           

Er begann mit den wertvollen Praxis Erfahrungen schon während des Studiums.  Mit einem  ehrenamtlichen Engagement z.B. beim Aufbau eines kommunalen Kinovereines (Kino 4)  in meiner Heimatstadt.Dann oder auch überlappend mit der Arbeit als Teamer in einem Sozialarbeitsprojekt. Der Beginn der freiberuflichen Tätigkeiten schon an der Uni- für die Studentenzeitung Arena sowohl redaktionell, Suche nach Autoren, als auch im Verkauf von Anzeigen, später für das Stadtmagazin und schließlich in einer Medienagentur in Frankfurt.

 

Sehr gute Verkaufsausbildung in der Heinz Goldmann Schulung und durch die Praxis. Nebenbei die Reflektion und der Beginn einer Soziologie der Praxis im Verkauf. 

 

1995 zeichnete sich dann ab, das das Businessmodel der Zeitung, der Anzeigenverkauf auf die Intensivstation kommen würde.

 

Angewandte Soziologie und Systemtheorie als des Pudels Kern der PR- Ausbildung ( nach DAPR)

 

Das Internetzeitalter begann für mich Ausbildung zum PR- Berater (1997- 1998) und über ein 3- monatiges Praktikum in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. In der Ausbildung wurde uns vermittelt, dass die zukünftige Arbeit in der PR und Öffentlichkeit am Rechner statt finden wird.                                                                                                                                                                      

Irgendwie hatten aber alle meine Tätigkeiten bis dahin schon irgendetwas mit meiner Schlüsselqualifikation Soziologie und dem in mehreren Jahren Studium entwickelten soziologischen Denken, und dem soziologischen Blick auf Innovationen und Stillstand, Anomie der modernen Gesellschaft zu tun. In all diesen Berufen, egal ob angestellt oder freiberuflich, ermöglichte mir der soziologische Blick aus Rollenerwartungen ein Stück weit auszubrechen, und einfach mal zu testen, was dabei heraus kam, wenn man mal die Soziologie und vor allem die Theorie bei der Arbeit mit ins Spiel brachte. Ich wollte dem soziologischen Grund für diesen Erfolg nachgehen. Die Soziologie verhalf mir zu einer Verkaufsstrategie, mit ihr konnte ich ein neues Verkaufs - Konzept und eine Verkaufsschulung und daraus dann eine Eigen - Motivation entwickeln, die mir gegenüber Mitbewerbern klare Vorteile verschaffte. 

 

Mit Papa Bourdieu und Opa Elias in die Abenteuer der Kommunikation.  

 

Sehr früh erkannte ich, dass in der praktischen Anwendung von soziologischer Theorie, den Ergebnissen der Lebenstilforschung von Bourdieu, der Erlebnisgesellschaft, und vielen anderen Theorien Stoff steckt, der es in sich hat. Soziologie wird in Marktforschung und im Marketing verkrüppelt, aber die Qualität setzte sich durch.  Es wird dort lediglich verkürzt, weil man das soziologische Original nicht kennt. So kommt es, dass Menschen, Manager und Führungskräfte im Verkauf und im Marketing, aber auch Journalisten und Medienschaffende, Unternehmer, Berater und Angestellte, die Ergebnisse die in der soziologischen Forschung gewonnen wurden, eben nur verkürzt, unterkomplex verarbeitet haben. sie können es einfach nicht.                             

Um immer wieder an diese Quellen zu gelangen habe ich  noch als Sales Profi immer soziologische Literatur mit dabei gehabt, Klassiker, Biografien, und zur Geschichte der empirischen Sozialforschung gelesen.Die kontinuierliche Inspiration für den Berufsalltag.

 

Mitarbeit in der Organisation von Praxissoziologie.                                                                                                              

Der erste Kontakt zum BDS begann mit einem regen Mailaustausch 2003 - mit dem damaligen BDS- Vorsitzenden Dr. Erich Behrendt. Er sprach mir aus der Seele, machte mich neugierig zuerst auf ihn als Unternehmer und den Verband. Nach dem Besuch eines BDS Frühjahrswochenendes in Oer - Erkenschwick im Ruhrgebiet trat ich in den BDS ein, wurde schnell Regionalgruppensprecher in Frankfurt und übernahm die Funktion eines  Vorstandspressesprechers. Heute habe ich eine Funktion, die mir am besten liegt-  das Marketing und Digitales. Nun passt sowohl meine professionelle als auch meine ehrenamtliche Tätigkeit zueinander.

 

 

WIN-Win.

 

 

 

Hinzu kommt die Anbindung an die Zeitschrift Soziologie Heute  dem deutschsprachigen Medium, einer Fachzeitschrift, die Soziologie und Alltag zusammenbringt und in Österreich von Bernhard Hofer herausgegeben wird.                                                                                                                                                                                                          Mit 

Das Netzwerk ist die Botschaft.

Seit 1976 haben sich bundesweit Soziolog/innen und Sozialwissenschaftler/innen im BDS zusammengeschlossen, um sich miteinander zu vernetzen und auszutauschen, um gemeinsame Interessen öffentlich zu vertreten und um das Bild der Profession in der Öffentlichkeit stärker zu verankern.



Weil Sozialwissenschaftler/innen das Zusammenleben von Menschen untersuchen, generieren sie anwendbares Wissen für nahezu jeden gesellschaftlich relevanten Bereich. Dieses Wissen kann für jede Form menschlicher Gemeinschaften positiv und erfolgreich genutzt werden. Daraus ergeben sich viele Tätigkeitsfelder für die Mitglieder des Verbandes, denn:

Jedes Miteinander ist Gegenstand der Soziologie.                                                                     

 

 

DER BDS

 

Zielsetzung und Mitglieder

Der BDS vertritt die beruflichen und berufspolitischen Interessen der Absolventen soziologischer und sozialwissenschaftlicher Studiengänge.

Mitglieder des Verbandes sind in verschiedenen Arbeitsfeldern und -positionen tätig. Gemeinsam ist ihnen die Identität der sozialwissenschaftlichen Ausbildung, ihrer theoretischen Basis und Fachmethodik. Sie arbeiten in Hochschulen in den Bereichen Forschung und Lehre ebenso wie in öffentlichen Verwaltungen wie zum Beispiel Ministerien, in Forschungs-, Personal- und Presseabteilungen großer Unternehmen oder Stiftungen und Verbänden. Sie sind Unternehmer, betreiben Gewerbe oder sind freiberuflich in der Beratung und in der angewandten Forschung tätig.

Führung

Der Vorstand besteht aus sieben Mitgliedern,[1] der Senat aus 25 Mitgliedern (Stand: 2012).

Organisationsstruktur

Regionalgruppen

Berlin, Bodensee, Köln/Bonn, München, Münster, Nord, Rhein/Main, Rhein/Ruhr, Stuttgart, Trier, Rhein-Neckar.

Fachgruppen

  • Beratung
  • Ethik-Kommission
  • Forschung
  • Gesundheit
  • Berufsfeldorientierung
  • Verwaltung

 

Mitglieder des BDS erhalten die Zeitschrift „Soziologie heute" 

Die Chancen von Praxissoziologinnen und Praxissoziologen auf dem Arbeitsmarkt.

Ich setze mich für eine stärkere Wahrnehmung der Öffentlichkeit dafür ein, was Soziologinnen und Soziologen ganz praktisch in der Gesellschaft tun. In Unternehmen, Organisationen , Verbänden und in der Politik.

Wie bekommt man als Soziologe einen Job? Fragen wir doch mal einen Soziologen. Hallo Herr Granovetter,

Wer Karriere als Manager machen will, der muss spinnen! 

 

Die Granovetter`n Wirtschaft.

Sozialkapital  und warum Max Weber und die Soziologie am Ende des Studiums über seine Absolventen lacht.

Mark S. Granovetter (* 20. Oktober 1943) ist ein amerikanischer Soziologe. Berühmt wurde er durch seine Studien zu weak ties bzw. strong ties in sozialen Netzwerken; für Jens Beckert ist er „der international vermutlich prominenteste Vertreter der Netzwerkanalyse“.[1]




http://de.wikipedia.org/wiki/Mark_Granovetter

The Strength of Weak Ties

in a discussion about some "social capital" theories during our pilot analysis and codebook revision meeting late last week, some references to existing research in this area came up.

Following a request, I thought it would be handy to circulate the sources that were part of the discussion - if you ever want to learn about some existing theories of social capital these are good places to start:


Granovetter, Mark. 1973. "The Strength of Weak Ties."

James Coleman. 1988. "Social Capital in the Creation of Human Capital." American Journal of Sociology


There's also been a lot of work in this area by a Harvard Professor named William Julius Wilson who uses Social Capital as a means of analyzing racial inequality. One of his students, Sandra Smith, also just came out with a really solid book on this topic.

Finally, Robert Putnam's 2000 book Bowling Alone is also one of the most widely read academic texts on the subject of social capital and civic engagement in the United States during the late 20th century. It's totally problematic in many ways (e.g. I'm not certain he would know political economy or theories of capitalism if they hit him in the nose), but is nonetheless an impressive and far-reaching analysis of an unbelievable amount of empirical evidence that the texture of social life in this society has changed quite radically over the last hundred years.

Die richtige Nische in der Gesellschaft und die Bedürfnisse von Unternehmen finden können und gesellschaftliche Trends erkennen?

 

Könnten ja Soziologen ...

Zu sehen ist ein Laptop, dort ist ein Text zu sehen. Es werden Werbekunden für Hochglanzmagazine gesucht.Soziologen müssen ihre Nische finden, sagt Alfred Fuhr. Vielleicht ja im Marketing?
Foto: Brüggemann

Interview

"Die Gesellschaft verändert sich"

In welchen Bereichen finden Soziologen und Sozialwissenschaftler Arbeit? Und welche fachlichen und persönlichen Qualifikationen sollten sie mitbringen? abi>> sprach mit Alfred Fuhr, Pressesprecher des Berufsverbands Deutscher Soziologinnen und Soziologen e. V. (BDS).

abi>> Wie hat sich die Soziologie in den vergangenen Jahrzehnten verändert?

Alfred Fuhr: In den 70er-Jahren blieben so gut wie alle Soziologie-Studenten an der Uni, um dort wissenschaftlich zu arbeiten. Heute bedeutet Soziologie nicht mehr, Professor zu werden oder alternativ als Taxifahrer zu arbeiten. Das sind die Klischees, die man über Soziologen kennt. Mittlerweile arbeiten Soziologie-Absolventen in der Unternehmensberatung, der Marktforschung, der PR, der Verwaltung und in vielen anderen Bereichen.

abi>> Welches sind die klassischen Aufgabenfelder für Soziologen?

Alfred Fuhr: Zum Beispiel die Personalabteilung: Soziologen zeigen auf, wie man am besten neue Mitarbeiter auswählen kann. Hier ist allerdings die Konkurrenz zu anderen Absolventengruppen groß, zum Beispiel zu Psychologen, Juristen oder BWLern.

Alfred Fuhr

Alfred Fuhr

Foto: Privat

Unternehmensberatungen suchen Soziologen, wenn sie sich mit Veränderungsprozessen beschäftigen. Im IT-Bereich ist vor allem die Debatte um „Big Data“ interessant – also die unzähligen Daten, die wir im Laufe unseres Konsumlebens produzieren. Soziologen können diese Daten auswerten und nutzbar machen. Sie unterstützen dabei den Informatiker, der sich zwar mit Technik, aber nicht mit Menschen auskennt. Auch in der Politikberatung sind Soziologen gefragt, denn sie erkennen in Studien oder Diskussionen die richtigen Ansatzpunkte für politische Handlungsfelder. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich als Lehrer ausbilden zu lassen, um an Berufsschulen Sozialwissenschaften zu lehren. Eigentlich können Soziologen mit entsprechender Zusatzausbildung fast überall eingesetzt werden.

abi>> Welche fachlichen und persönlichen Qualifikationen sollten Absolventen mitbringen, um auf dem Arbeitsmarkt erfolgreich zu sein?

Alfred Fuhr: Wenn sie in die Wirtschaft gehen wollen, sollten sie sich auch BWL-Kenntnisse aneignen. Außerdem sollten sie Sprachen lernen. Die brauchen sie zum einen schon für die Literatur im Studium, zum anderen aber auch für den späteren Beruf. Vor allem, wenn jemand in internationalen Organisationen arbeiten will, kommt er um mehrere Fremdsprachen nicht herum.

abi>> Welche Trends sehen Sie in der Soziologie?

Alfred Fuhr: Wir befinden uns in einer Zeit, in der Soziologen wieder verstärkt gebraucht werden, weil sich in der Gesellschaft so vieles verändert: sei es der Bereich Social Media, das Thema Globalisierung oder der demografische Wandel. Soziologen können durch ihr Wissen Verbindungen dieser Trends mit der Wirtschaft knüpfen. Dazu müssen sie natürlich bereit sein, sich mit wirtschaftlichen Zusammenhängen zu beschäftigen. Ein weiterer Trend ist die Beschäftigung mit Gesundheitsthemen, etwa Burnout. Soziologen setzen sich mit der Frage auseinander, wie man gesunde soziale Beziehungen schaffen kann. Dank dieser aktuellen Entwicklungen glaube ich, dass Soziologie wieder ein Trendfach werden kann.

abi>> 22.05.201

Link zur Quelle. http://www.abi.de/beruf-karriere/arbeitsmarkt/arbeitsmarktberichte/gsp/soziologen-interview010099.htm?zg=schueler

Daher nehme ich für den BDS an Absolventenmessen an Universitäten teil, wie es die ausgezeichnet vom Career Center der Universität Göttingen organisierte Veranstaltung SOWIGO ist:

Vortrag bei der "SOWIGO "2017 am 15.11.2017 in Göttingen.

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Mit RISIKOFESTSTELLUNGEN ins ABENTEUER SICHERHEITSKOMMUNIKATION
Der Vortrag beschäftigt sich mit den Berufschancen von Sozialwissenschaftleinnen und Sozialwissenschaftlern in der Wachstumsbranche Sicherheit. Das Paradox der Sicherheitkommuikation wird beschrieben und Probleme in der Ausbildung von Sicherheitsunternehmen benannt, die mit den Mitteln der soziologischen Schluesselqualifikationen besser gelöst werden können.
SOWIGO VORTRAG 2017.pptx
Microsoft Power Point Präsentation 11.1 MB

Vortrag "SOWIGO 2016" am 16.11.2016 in Göttingen. 

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Big Data Detektive dringend gesucht - Die Berufschancen von Soziologinnen und Soziologen in der Internetwirtschaft
Vortrag SowiGo 2016.pptx
Microsoft Power Point Präsentation 8.6 MB

SOWIGO Präsentation am 17.11.2015 in Göttingen

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Die Alleinstellung und der Marktwert von Soziologie auf dem Arbeitsmarkt.
Was ist der Marktwert Ihrer persönlichen Ausbildung und Vita?

Was sind ihre persönlichen Schlüsselqualifikationen ?

Welche Berufsfelder auf dem Arbeitsmarkt sind soziologieaffin, weil sie Ihre Qualifikationen als Schlüsselqualifikationen für deren Erfolg ansehen?

Mit wem konkurrieren Sie am Markt ?

Was können Sie jetzt tun, um sich einen noch besseren Marktwert auf dem Arbeitsmarkt zu erarbeiten?

Netzwerk? weak ties? Einstiegsmöglichkeiten in Berufsfelder ?
SOWI GO BDS Vortrag 2015.pptx
Microsoft Power Point Präsentation 8.6 MB

Sociologists, I want you!

Präsentation und Vortrag auf der SOWIGO 2014 in Göttingen.

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Händeringend von der Internetwirtschaft gesucht: Smarte Big Data Detektive!
Der Vortrag zeigt die Stärken von Soziologinnen und Soziologen in außeruniversitären Berufsfeldern auf. Welche Leistungen, welche Wege und Kontaktmöglichkeiten bietet die Mitgliedschaft im Berufsverband deutscher Soziologinnen und Soziologen (BDS) für Bachelor und Master Absolventinnen und Absolventen? Kommt mit BIG Data auch eine große Chance für Soziologinnen und Soziologen? Beispiele für gelungene Einstiege, Karrieren. Zahlen, die Berufsaussichten sind besser als mancher denkt.Der Vortrag liefert eine wissenschaftliche Begründung für die Stärken und die Alleinstellung für die Soziologie für soziale Innovationen und die wachsende Bedeutung soziologischer Kompetenz in der Internetökonomie in den USA und Deutschland.
Händeringend gesucht.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1.2 MB

BDS- Vortrag am 19.11.2013 Sowi Go Messe Göttingen.

Social Media  als Chance.

Vernetzt euch!

Soziologinnen und Soziologen Vernetzt euch! 

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